Die Region Chiemsee-Alpenland

Jede Stätte und Stadt ein Füllhorn
Die Region Chiemsee-Alpenland, zwischen München und Salzburg gelegen, bietet an Vielfalt alles, was letztendlich den Reiz und Ruf Bayerns begründet. Hier gibt es Seen, Flüsse, Berge, malerische Dörfer, historische Stätten und Städte, von denen jede einzelne ein wahres Füllhorn ist. Sei es das geschichtsträchtige Wasserburg, einzigartig gelegen auf einer Halbinsel im Inn, oder Bad Aibling mit Bayerns ältestem Moorheilbad- und einem seiner modernsten Thermalbäder oder auch Rosenheim mit seinem mittelalterlichen Stadtbild und „XXXL-Freizeitwert“: Baden, Wandern, Mountainbiken, Gleitschirm-/Drachenfliegen und Skifahren – alles ist in nächster Nähe möglich, Dank Chiemsee, Simssee rund ein Dutzend weiterer Badeseen, Wendelstein, Hochries und Kampenwand.

Der Englische Garten und sein Eisbach

Der Eisbach ist einer der Orte mitten in München, die man zumindest „gesehen“ haben muss: Seine so genannte „Stehende Welle“ lockt schon seit Jahren unzählige River Surfers aus dem In- und Ausland an. Eine Steinstufe an seiner Austrittsstelle erzeugt eine etwa halben Meter hohe Stromschnelle. Selbst der US-Amerikaner Jack Johnson, der jüngste Endrunden-Teilnehmer der legendären „Pipe Trials“ übte sich schon, wie berichtet wird, auf dem Eisbach. Wenig(er) fitten Sportlern sei die „Kleine Eisbachwelle“ empfohlen, die nur einen Kilometer entfernt zu finden ist. Trotz ihrer nicht zu unterschätzenden Herausforderungen – beidseitige Betonbegrenzung und Unterströmung –  ist sie dennoch leichter zu surfen als ihre große Schwester am Haus der Kunst.

Burg Prunn im Altmühltal

Erstmals erwähnt ist die Burg Prunn in Urkunden aus dem Jahr 1037. Gute hundert Jahre später folgten zahlreiche Bautätigkeiten, während derer auch die noch heute existierenden Bausubstanzen Bergfried und Palas entstanden.

Naturliebhaber haben vom Burghof aus einen phantastischen Blick auf das Altmühltal und den Main-Donau-Kanal, denn die Anlage steht auf einem steil abfallenden Felsplateau.

Für Wanderer führt ein Weg von Riedenburg durch das Naturschutzgebiet Klammm über Burg Prunn und wieder zurück nach Riedenburg.

Landshut ist auch ohne Hochzeitsspektakel einen Besuch wert

Die Lage am Fluss und eine vertragliche Festlegung, dass alle Handelswege von München und der Alpenregion in Richtung Regensburg und Bayerischem Wald in Landshut gebündelt werden sollten, ließen Landshut bereits früh wachsen. Friedrich der Weise und seine Nachfolger, die alle den Beinamen „der Reiche“ trugen, waren maßgeblich am Aufstieg Landshuts beteiligt.

Die Hochzeit Georgs,Sohn Ludwig des Reichen, mit Hedwig von Polen im Jahr 1475 ging schließlich als eines der prunkvollsten Feste des Spätmittelalters in die Geschichte ein. Heute wird sie alle vier Jahre mit über 2000 Mitwirkenden in Originalkostümen und allem damaligen Pomp gefeiert; zuletzt im vergangenen Jahr.

Ingolstadt – für Geschichtsinteressierte ein Schmuckkästchen

Erstmals in Urkunden erwähnt wurde Ingolstadt im Jahr 806. 1472 wurde hier die erste bayerische Universität und 1776 von Adam Weishaupt der von Mythen und Verschwörungstheorien umrankte Illuminatenorden gegründet.

Obwohl diese „Geheimgesellschaft“ lediglich bis zum Jahre 1785 existierte, rückte sie die Verfilmung des Dan Brown Thrillers „Angels & Demons“ (dt. Titel: „Illuminati) mit Tom Hanks in der Hauptrolle weltweit wieder ins Interesse der Öffentlichkeit. Noch heute erinnert eine Gedenktafel in der Theresienstraße 23 an die Illuminaten, denn in diesem Haus hatte der Orden seine Treffen.

Die Karl-May-Festspiele in Dasing – mit Winnetou I.

Wer kennt ihn nicht – zumindest vom Hören-Sagen: Winnetou, den edlen Häuptling der Apachen? Wie schon im Jahr 2005, steht er auch 2014 wieder im Mittelpunkt des Geschehens bei den Karl-May-Festspielen in Dasing bei Augsburg.

Die Darbietung, mit 80 Mitwirkenden und 25 Pferden, zeigt die Entwicklung des jungen Winnetou: Nachdem dieser zunächst den vermeintlichen (weißen) Feind gefangen genommen hat, schließt er bald mit ihm Blutsbrüderschaft. Nachfolgend kämpfen beide gemeinsam gegen Ungerechtigkeit und die Gier nach Gold.

Übrigens: Tatsächlich reiste Karl May (geb. 25.02.1842) erstmals 1908 – für nur sechs Wochen – in die USA.

Die Ludwigskirche – ein Sightseeing-Muss

Sie besitzt das zweitgrößte! Altarfresko der Welt – die St. Ludwig in der Maxvorstadt. Deshalb ist die Ludwigskirche, wie sie von den Einheimischen (und auch „Zoagreistn“) allgemein genannt wird, ein Sightseeing-Muss!

Die Pfarr- und Universitätskirche wurde 1829 bis 1844 von Friedrich von Gärtner als Monumentalbau im italienisch-romanischen Stil erbaut. Auftraggeber war  Ludwig I., der Vater des bayerischen  Märchenkönigs. Da der Sacralbau an eine Zeit erinnern sollte, deren Stil von einem dynastischen und hierarchischen Kaiserhaus geprägt war, entspricht ihr Grundriss dem einer dreischiffigen byzantinischen Basilika mit der geometrischen Grundfigur eines Antoniuskreuzes. Das Kirchendach wurde erst zwischen 2007-2009 im ursprünglich von Gärtner geplanten Mosaikmuster neu gedeckt.

Die Westenriederstraße – eine Genussmeile

Die Entfernung von der Kaufinger- zur Westenriederstraße in München beträgt maximal  zehn Gehminuten. Aber die Distanz hinsichtlich Angebot und Flair ist nicht zu bemessen. Denn in der Westenriederstraße finden sich keine Geschäfte der bekannten DOB-Ketten mit ihrer weltweit gleichen Billig-Mode, sondern ausschließlich kleine Läden, die putzigen Schnick-Schnack, Gold, Second-Hand-Schmuck oder aber Antikwaren ver- und auch ankaufen.

Die Landwehrstaße – ein Hauch von Orient

Kaum von der Sonnen- in die Landwehrstraße eingebogen, ist man schon in einer anderen Welt. Nicht zu unrecht wird dieser Stadtteil Münchens auch „Little Istanbul“ genannt. Treiben und Lärm erinnern an einen Basar. Das Ambiente prägen mit Kaftan bekleidete Männer, die Shisha rauchend in oder vor den Cafés debattieren und  in lange, schwarze Mäntel gewandete Frauen, die die Straße entlang eilen oder schlendern. Einige wenige tragen Tschador; viele nur ein Kopftuch.